Can you feel it?

Mittwoch, August 03, 2005

Geordnetes Chaos?

Wieder einmal klingelte das Telefon. Dummerweise fragte der Anrufer nach meinem Vater und ich war gezwungen das Mobilteil zu ihm herüber zu bringen. Vorsichtig bahnte ich mir einen Weg durch Reisetaschen, Meerschweinchenfutter Packungen und vollgestopften Umzugskisten. Ich hatte mich bereits an den Zustand des "hausens" gewöhnt, doch mein Vater, der mir bereits entgegenkam und sah, wie ich mich durch mein Zimmer schlängelte, sah das leider anders. Er nahm das Telefon an sich und sagte nur ein Wort, während er den Kopf schüttelte: Afräumen!

Meine Augen weiteten sich und ich fragte mich, ob er das ernst gemeint habe. Schließlich war mein Zimmer schon aufgeräumter, als zum Beispiel das Wohnzimmer. Das einzigste, was da schon wirklich einen Platz gefunden hatte, war der Fernseher für meinen kleinen, Spongebob Schwammkopf süchtigen Bruder. Diese Zeichentrickserie schien genau so viel Sinn zu machen, wie die TeleTubies. Reinste Kinderverdummung! Ich atmete noch einmal tief durch und beschloss wirklich Ordnung in meinem Zimmer zu machen. Nur wo anfangen?

Step1: Wirf deine lieblings-CD in den Player oder mach dir das Radio an, denn mit Musik vergeht die Zeit viel schneller und du kannst mitsingen, wenn es langweilig wird! Musik aber nicht zu laut stellen, sonst fällt euch das Konzentrieren auf die Arbeit sicher schwer.
Step2: Geh am besten nochmal zur Toilette und stell dir was zu trinken in dein Zimmer, damit du auch ja keine Gelegenheit hast dir dadurch eine Pause zu ermogeln. Glaube mir, ich spreche da aus Erfahrung!
Step3: Jetzt wird es ernst! Fang am besten an den Kritischen Punkten, wie zum Beispiel einem Schreibtisch, an. Da stapeln sich allerlei Dinge, wie Bücher, Spiele und Teller. Alles zurück an seinen Ursprünglichen Platz und vielleicht mal über den Tisch wischen. Kann nie schaden.
Step4: Arbeite dich einmal komplett durchs Zimmer, am besten ohne Pause zu machen, da man ansonsten keine Lust mehr hat wieder anzufangen. Denk immer: "Bin gleich fertig!"

Herzlichen Glückwunsch! Sie sind der neue Besitzer eines ordentlichen Zimmers! Jetzt heisst es nur noch zu verhindern, dass es wieder im Choas versinkt. Das Dumme ist, dass sich das Zimmer nicht von allein aufräumt, während ich hier sitze und schreibe. Also werd ich dann mal! BYE!

Dienstag, August 02, 2005

Fehlendes Bettgeflüster

Ich schaute eine meiner Lieblingssendungen im Fernsehen, welche wieder einmal unliebsam durch eine Werbung für Damenbinden und Schokoriegel unterbrochen wurde. Ich ließ meinen Kopf auf die Armlehne des Sofas zurückgleiten und fing an darüber nachzudenken, wie schlecht ich wieder einschlafen würde. Die letzten Nächte hatte ich unruhiger Weise mehr in der Senkrechten, als in der Wagerechten zugebracht. Wie nach jedem Urlaub mit meinem Freund Tim viel es mir schwer alleine einzuschlafen. Zum einen war das Bett nicht mehr so schön vorgewärmt, wenn man nach dem Zähneputzen hinein huschte und zum anderen fehlte mir einfach das gewisse Etwas. Denn nichts ist so gut zum ankuscheln geeignet, wie der Arm deines Freundes. Nun ja, vielleicht ein Federkissen?

Die nächste Werbung versprach mir Tiefstpreise einer Ladenkette, die so etwas wie Rabatte nur aus einem Duden kannte. Wieder fiel mein Kopf auf die Armlehne zurück. Diesmal etwas unsanfter. Wie sollte ich meine Einsamkeit nur überwinden? Da hatte ich die rettende Idee! Nachdem meine Lieblingssendung vorüber war, verschwand ich blitzartig in meinem Zimmer und fing an zu suchen. Ich öffnete meinen Kleiderschrank und holte einen großen Sack hervor. Darin hatte ich die Schätze meiner Kindheit aufbewahrt. Langsam kam ein großer, weißer Tiger zum Vorschein, den ich mit vielen Losen auf der Kirmes erstanden hatte.

Ich warf meinen Tiger, mit Namen Sturudur (Da sein Kopf aus Styropor war!), aufs Bett. Dabei wunderte ich mich, ob es normal sei, dass ein 19 jähriges Mädchen noch all die Namen ihrer früheren Stofftiere kannte. Jedenfalls legte ich den Pullover, welchen Tim bei mir vergessen hatte, auf seinen Rücken. Nun löschte ich das Licht und deckte uns beiden zu. Es war zwar nicht das selbe, doch ich fühlte mich nicht mehr so allein und das Einschlafen war viel einfacher. Und was haben wir nun gelernt? Hebt immer schön eure alten Stofftiere auf, denn manchmal können sie einem noch genau so gute Freunde sein, wie als man klein war.
Beim nächsten mal gibt’s mehr! BYE!

Montag, August 01, 2005

Operation Schildkröte!

Verwirrt schaute ich auf meinen Monitor. Das soll es nun gewesen sein?
Es war schwer zu glauben, dass ich endlich meinen Blog bekommen sollte.
Zu lange hatte ich schon herum probiert, nur um am Ende dann doch wieder alles zu verwerfen! Mein Freund Tim war immer noch dabei zu versuchen meinen Blog zum Laufen zu bekommen. Nun versucht er es schon seit Wochen. Mein trockener Hals wünschte sich etwas zu Trinken und ich dachte darüber nach mir eine Tasse Schietwetter-Tee zu gönnen. Auch wenn es mit dem Wetter eher Mild aussah, schmeckte dieser Tee köstlich nach Anis. Am Ende lief es dann doch auf ein Glas Granini Saft hinaus, doch ich war zufrieden. Aber was schreibe ich denn nun? Das war typisch für mich! Erst einmal alles haben wollen und dann nicht wissen, was damit zu tun ist. Vielleicht sollte ich zuerst über meinen tollen Urlaub an der Nordsee schreiben? Und über die schönen Stunden, die ich dort mit meinem Freund am Strand verbracht habe. Ja, Urlaub ist immer zu kurz...

Manche denken vielleicht mit 19 Jahren ist man zu alt, um Sandburgen zu bauen, doch ich verrate euch, dass es das perfekte Alter ist! Ist man jünger, bekommt man so riesige Burgen noch nicht hin. Ist man jedoch älter, hat man auf einmal keine Zeit mehr dafür oder man macht es nur genervt mit seinen Kindern. Und überhaupt - Wer baut schon noch Burgen? Das ist doch Out! Bewaffnet mit unseren Spaten machten sich Tim und ich auf unseren Weg zum Strand. Umzingelt von kleinen Wilden suchten wir uns ein Plätzchen zum Buddeln. Wild fingen wir an zu graben und den Sand aufzuhäufen. Plötzlich fing ich an zu kichern. Die Aufhäufung hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Schildkröte, die Tim natürlich nicht sehen wollte. Vielleicht lag es auch an meiner blühenden Fantasie? Jedenfalls begannen wir den Körper der Schildkröte festzuklopfen und ~schwupp~ konnte selbst Tim sie erkennen. Noch schnell ein paar Muscheln für die Augen und schon war sie fertig. Na ja, vielleicht ein bisschen Windschief.

Zu schade war, dass wir die Fotokamera vergessen hatten. Noch schnell
"T + M" in den feuchten Sand eingeritzt und schon hieß es am Strand lang bummeln. Als wir nach einer halben Stunde wieder zu unserem Geschöpf zurück kehrten, konnten wir leider nur noch zwei kleine Kinder sehen, die an einer leicht windschiefen Burg bastelten. Tja, Burgen scheinen vielleicht doch noch ihre Anziehung zu haben. Leider zu ungunsten unserer Schildkröte, die kurzerhand umgebuddelt wurde. Also gab es leider kein Bild davon, das man neben unseren Schneehasen vom letzten Winter hätte ins Fotoalbum kleben können. Aber das ist eine andere Geschichte. Und was haben wir nun gelernt? Vergesst nie eure Kamera zum Strand mitzunehmen und stellt Stacheldraht um euere Strandschönheiten!
Das wars für heute! BYE!